heplev

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Familienförderung und das Bundesverfassungsgericht

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WDR - Steinbrück-Speichellecker

Neulich hat Italien gewählt. Peer Steinbrück meinte sagen zu müssen, dass die Italiener „zwei Clowns“ gewählt hätten (er meinte Silvio Berlusconi und Beppe Grillo). Der italienische Präsident sagte völlig zurecht ein Essen mit dem Obervollpfosten der SPD ab.

Der WDR ist anderer Meinung. Heute Morgen um 9.40 Uhr meinten sie dort Folgendes ausstrahlen zu müssen:

„Italien ist empört. Weil es sich verwählt hat. (O-Ton Steinbrück: Ich rede halt klare Worte). Und klare Worte will niemand hören.

Halten wir fest: Der WDR solidarisiert sich mit den Unverschämtheiten des SPD-Granden. Es ist nach Meinung des WDR völlig in Ordnung ein anderes Staatsvolk zu beleidigen. Die sollen sich gefälligst nicht so haben, wenn man ihnen Idiotie attestiert.

Das ist die leider immer wieder typische deutsch-völkische Überheblichkeit, an deren Wesen die Welt genesen soll. Die Arroganz links-medialer Monopolisten lässt ihnen wohl keine andere Wahl als allen und jedem vorzuschreiben, wie man zu denken hat. Und das ist grundsätzlich so, wie es die links-grüne Politik vorgibt, egal wie unverschämt oder unsinnig verlogen das ist.

(Ich möchte übrigens lieber nicht wissen, wie wie die sich beim Kölner Rotfunk aufregen würden, gäbe ein Politiker des Auslands etwas Ähnliches über die SPD von sich.)

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Zwangsgebührenbeglückung perpetuiert?

Die öffentlich-rechtlichen Zwangsgebühren-Verschwender wollen zukünftig mehr Sendungen mit Untertiteln versehen und Hörfilme ausstrahlen. Der Grund: Es müssen seit 1. Januar auch Leute zahlen, die bisher ausdrücklich davon ausgenommen waren, z.B. fast Blinde.

Na ja, dann werden sie dafür Leute einstellen müssen - was dazu führen wird, dass sie ganz schnell wieder jammern, sie würden nicht genug einnehmen und die Gebühren müssten angehoben werden.

Nennt man das einen Kreislauf der Zwangsgelderhebung?

Nein, es heißt auch nicht mehr “GEZ”, sondern “Beitragsservice”. Oder, wie es der ARD-Chef sagte: “Erhalt der Demokratie.”

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Qualitätsjournalismus vom WDR (zur Wahl in den Niederlanden)

Gestern wurde in den Niederlanden gewählt. Das Ergebnis hat überrascht und der WDR hat viel dazu zu sagen. Die „rechtsliberale“ VVD ist Wahlsieger und die Sozialdemokraten liegen kurz dahinter. An denen geht nichts vorbei.

Und dann ist da der Absturz von Geerd Wilders: nur noch 15 statt bisher 24 Sitze im Parlament. Das ist ein Absturz, ganz klar und Wilders ist entsprechend geplättet.

Aber es gibt andere Überraschungen, die vom WDR gar nicht erst erwähnt werden: Die vorher als Wahlsieger gehandelten Linkssozialisten von der PS hat wieder „nur“ 15 Sitze erreicht (wie bisher auch). Ah, das ist kein Absturz, also nicht erwähnenswert. Haben ja nichts verloren. Nur die Erwartungen der Wahl-Propheten nicht erfüllt, aber das gilt nicht.

Und die Grünen? Von 10 auf 3 Mandate abgestürzt. Praktisch bedeutungslos. Haben sie wohl beim WDR zumindest registriert, aber über ein Hätschelkind darf nichts Negatives verbreitet werden. 70% Verlust ist nicht erwähnenswert, wenn es um die geht, die vom Sender mit Vorzug behandelt werden. Beim WDR werden ausschließlich die Feindbilder behandelt.

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Option Schrecken ohne Ende

Ulli Kulke

Jetzt hören wir es: Der Euro ist „alternativlos“. Und zwar in der jetzigen Zusammensetzung der Eurozone. Mit Griechenland, alternativlos. So jedenfalls verlautet es aus Beraterkreisen von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Das sei ihre felsenfeste Meinung, und dafür werde sie kämpfen. Egal, zu welchen Ergebnissen die „Troika“, die Prüfkommission der Gläubiger Griechenlands, in ihren Berichten über die Reformbemühungen des Landes kommen wird. Das mindeste, was dazu zu sagen ist: Die Troika kann sofort ihre Arbeit einstellen, jedes ihrer Flugtickets nach Athen ist herausgeschmissenes Geld. Ihre Befunde sind irrelevant, wenn nun auch die letzte Bastion ihre Wachsamkeit aufgibt. Ganz nebenbei lässt Merkel nun auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann im Regen stehen, ich kann mir nicht vorstellen, dass er zu Weihnachten noch im Amt ist.

Interessant ist aber vor allem die Begründung, mit der Merkel in ihrem engeren Kreis den Verbleib Griechenlands im Euro begründete: Hier geht es nicht um vorwärtsgewandte Argumente, sondern offenbar allein um die finanziellen Gefahren, und zwar diejenigen, die sich erst aus dem jüngsten Krisenmanagement im Falle Griechenland ergeben haben, aus dem Eurorettungsschirm, aus den Hilfspaketen, aus den Bürgschaften, die seit zwei Jahren in exponentieller Geschwindigkeit aufgelegt werden. Und die nun, wie Merkel befürchtet, allesamt fällig würden, wenn Griechenland den Euroraum verlässt, und auch seine Gläubigerländer in einen Strudel reißen könnte.

Eine reichlich defensive Haltung, liebe Frau Merkel, die jetzt vor allem eine Schlussfolgerung nahelegt: Die allzu schnelle Aufgabe aller selbstgesetzten Regeln genau für einen solchen Krisenfall im Euroraum, wie wir ihn jetzt erleben, war ein schwerer Fehler. Viele wissen das längst, niemand will es eingestehen. Angefangen beim „Bail-out“, dem ausdrücklichen Verbot der finanziellen Unterstützung von hochverschuldeten Euroländern durch ihre Partner, über densporadischen Aufkauf von Staatsschuldverschreibungen bis hin zur gestern in Stellung gebrachten „Bazooka“ Draghis, mit der der Präsident der Europäischen Zentralbank ab sofort faule Papiere von Schuldnerländern in unbegrenzter Höhe in Zahlung nehmen will. Angeblich nur unter den Bedingungen, die auch für Zahlungen aus dem europäische Rettungsschirm gelten. Aber wenn alle der Meinung sind, die Euromitgliedschaft aller sei alternativlos, sind diese Bedingungen nur Makulatur. Eurobonds sind nur noch eine Frage der Zeit, auch Merkel würde sie inzwischen wohl unterschreiben Wie es aussieht, hat sie sich im Zweifel für die Option Schrecken ohne Ende entschieden, alternativlos. Ein Ende mit Schrecken ist ausgeschlossen. Augen zu und durch.

Willkommen, Frau Merkel, im Kreis der Verantwortlichen für das Desaster. Ursprünglich waren es in der Bundespolitik ja die Amtsträger von Rot-Grün, wie der frühere Außenminister Fischer und – vor allem – Finanzminister Eichel, die die Schuld daran trugen, dass damals Griechenland gegen die fachliche Expertise zum Beispiel aus der Bundesbank (die mit unverhohlenen Drohungen unterdrückt wurden) in die Eurozone aufgenommen wurde. Damit man ungestört den ganz großen Wurf landen konnte (ähnlich wie nun mit der „Bazooka“). Jetzt gesteht auch die heutige Bundeskanzlerin – indirekt und nicht öffentlich, versteht sich – ein, dass sie durch ihre Teilnahme an den finanziellen groben Rechtsbrüchen der EU, zumindest ihre stumme Duldung, mitverantwortlich ist an der derzeitigen Lage, an der Ausweglosigkeit, „Alternativlosigkeit“. Wenn sie jetzt der „Bazooka“ zustimmt, mit der sich die europäische Politik vollends von der parlamentarischen Kontrolle losgelöst hat, ist sie aktiv beteiligt an diesem „Staatsstreich“, wie es Thilo Sarrazin nennt.

Niemand verlangt, dass heute auf europäischer Ebene die Brüning’sche Austeritätspolitik wiederholt wird, die bekanntlich nicht heilsam war, wie wir heute zu Recht in den Geschichtsbüchern lesen. Ich befürchte allerdings, man wird dereinst in apäteren Geschichtsbüchern lesen, dass im Jahr 2012 aus dieser historischen Lehre die falschen Lehren gezogen wurden, indem nun der Kurs um 180 Grad gewendet und vor allem die Geschwindigkeit verdreifacht wurde. Von den Gefahren, die von solchen, ohne jegliche demokratische Kontrolle durchgeführten, monströsen Entscheidungen auf das Gemeinwesen ausgehen, ganz zu schweigen. 

So oder so: Dass Griechenland von Anfang an inkompatibel war (und ist) mit dem Euroraum, darf heute eigentlich als alternativlose Wahrheit gelten. Aber gibt es eigentlich irgendjemand da draußen unter den damals Verantwortlichen, der bereit ist, das einzugestehen? Einen Fehler zuzugeben? Schweigen im Wald. Eingeständnisse wären nicht nur ein Akt von Souveränität, sie könnten die Verdrossenheit des Plebs auch begrenzen, und sie könnten eine Lehre sein für diejenigen, die heute die Verantwortung tragen.

Zuerst erschienen auf Donner und Doria

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„Kundenfreundlichkeit“

Es gibt inzwischen anscheinend eine ganze Reihe von Internetfirmen, die sich darauf spezialisiert haben Leuten die Veröffentlichung von Bücher und sonstigen Schriften zu ermöglichen, ohne auf traditionelle Verlage und deren Lektoren angewiesen zu sein. Das ist zudem oft auch günstiger. Und so werden solche Angebote auch gelegentlich von etablierten Autoren genutzt. In meinem Fall von Michael Miersch, der sein „Die Hieppies haben gewonnen“ (nur 29 Seiten) als E-Book bei epubli verlegt hat, was er auf der Achse des Guten bewarb.

Da ich Miersch schätze, wollte ich das Teil gerne haben. Als E-Book ohnehin, das staubt nicht in den völlig überfüllten Regalen herum und für €2,99 war es auch einfach zu verlockend. Also hin, Konto angelegt - und gewartet. Kann ja schonmal etwas dauern, bis die Bestätigung kommt und man nutzen kann, was der Laden anbietet.

Irgendwann kam dann die Mail mit dem Link und ich konnte das Schriftstück erwerben. War etwas ungewohnt - die Firma hat sich voll auf die Veröffentlichtungshilfe versteift, wer etwas kauft, muss sich etwas umsehen. Na ja, ist ja egal, Hauptsache man findet, was man sucht und kann das dann reinholen.

Insofern lief bis dahin alles ganz normal. Den Download-Link angeklickt, Adobe Digital Editions ging auf und das Buch war drin. Jetzt noch auf den E-Book-Reader übertragen, dann war alles klar, oder?

Denkste. In der „Bibliothek“ war das Teil nicht zu finden. Nochmal auf die Firmenseite, nochmal den Download durchgeführt - und wieder dasselbe. Mehrere Versuche und erfolglose Bemühungen, das Buch irgendwie zu speichern, führten nur ins Leere. Also mal nachfragen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute habe ich bei Ihnen “Die Hippies haben gewonnen” von Michael Miersch gekauft.
Sie sehen mich reichlich verwundert, dass der Download nicht funktioniert. Das Buch wird zwar in Adobe Digital Editions geladen, aber sobald ich es in der Bibliothek dazu suche, ist es verschwunden.
Ich kann es nur beim nochmaligen Download am Bildschirm lesen.
Es bleibt nicht in Digital Editions gespeichert und ich kann es nicht auf meinen E-Book-Reader übertragen.

Was ist das für eine seltsame Sache? Wenn ich ein E-Book kaufe, erwarte ich, dass ich es auch auf dem entsprechenden Reader kopieren und dort lesen kann.

Mit etwas verärgerten Grüßen

Heute Vormittag kam Antwort:

Sehr geehrter Her…

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Damit das eBook auch in dem Programm gespeichert wird und damit dauerhaft dort vorliegt, fügen Sie es bitte der sog. Bibliothek hinzu (Bibliothek -> Medium der Bibliothek hinzufügen klicken). Es wird dort nicht automatisch gespeichert.

Viele Grüße
Ihr epubli Team

Versucht. Aber beim Download des Buches gibt es die Möglichkeit „Medium in der Bibliothek hinzufügen“ nicht - die gibt es nur im Bibliotheksmodus und wenn ich den anklicke, ist das frisch heruntergeladene Buch wieder weg.

Geistesblitz: Ist das vielleicht bei den Temporären Dateien und wenn ich im Bibliotheksmodus das Hinzufügen anklicke, kann ich den Link in den Ordner der temporären Dateien suchen. War aber erfolglos.

Noch ein Versuch: Buch downloaden, dann unter „Lesen“ die „Info zum Medium“ angeklickt - da steht ein Link (C:\Users...), wenn auch nicht wirklich vollständig, aber was soll’s? Wieder in den Bibliotheksmodus, dann das Hinzufügen anklicken und nach dem Ordner suchen - nichts, den gibt es nicht. Sch… Windows!

Auch über den Datei-Explorer ist nicht dranzukommen. Suchfunktion: „DataApps“ - kein Erfolg. Mehrere andere ebenso wenig, schließlich „Hippies“. Endlich, da ist tatsächlich ein Ordner, der das gewünschte Teil auch enthält! Über Adobe Digital Editions ist aber nicht dranzukommen. Also den ganzen Mist von Hand eingeben. Na ja, das hat dann endlich geklappt. Aber unkommentiert wollte ich das dann keinesfalls lassen:

Liebes epubli-Team,

wissen Sie eigentlich, was das für ein Aufwand ist? Ich musste erst einmal mit massivem Aufwand herausfinden, wo das Buch auf dem Rechner zu finden ist, was unter Windows7 nun nicht gerade gut klappt. Dann musste ich den kompletten Pfad von Hand eingeben.
Herzlichen Dank. Sollten Sie das nicht ändern, ist das mein letzter Einkauf bei Ihnen gewesen.
Wieso machen die übrigen Geschäfte das wohl anders?

Mit Kopfschütteln

Beleidigte Rückmeldung kurz darauf:

Hallo Herr …,

da wir nicht für das Handling von Adobe Programmen verantwortlich oder zuständig sind, möchte ich Sie bitten, Ihren Unmut über die Funktionsweise dessen an den dortigen Kundendienst zu richten.

Die von uns gekaufte Datei funktioniert einwandfrei und ist nicht Teil des Problems.

Viele Grüße
Ihr epubli Team

Das funktioniert was nicht, was sonst überall geht? Ist nicht unser Problem, soll der Kunde sich doch damit rumschlagen!
Geht’s noch? Eine solche Dreistigkeit hat die angekündigten Folgen:

Sehr geehrte, anonyme Mitarbeiter von epubli,

wenn etwas, das bei allen anderen Verkäufern selbstverständlich ist, beim Einkauf bei Ihnen nicht funktioniert, ist das als das Problem und die Schuld von Adobe. Hm.

Da anhand Ihrer Internetpräsenz für mich nicht erkennbar ist, dass ich mein Konto bei ihnen löschen kann, fordere ich Sie hiermit auf, es bis spätestens Montag, 20.08.2012 18 Uhr zu löschen und mir dies zu bestätigen.

Hochachtungsvoll

Wenigstens kam die Bestätigung der Kündigung des Kontos und seiner Löschung innerhalb von einer 16 Minuten. Das war die schnellste Reaktion der Firma, sogar noch schneller als von der Kontoeröffnung zu vollen Nutzung.

Trotzdem kann ich epubli nicht empfehlen - der Service ist für Buchkäufer einfach schlecht.

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„Journalismus“ gegen ALDI

Der Blog Wortvogel hat sich im Juni einen zehnseitigen Artikel des SPIEGEL gegen den Discounter ALDI vorgenommen, zerpflückt und nachgewiesen, dass in diesem Fall kein Journalismus betrieben wurde, sondern einfach nur Hetze. (BTW: Der Autor des Blogs ist nach eigenen Angaben - an denen nicht zu zweifeln ist - SPIEGEL-Abonnent und liest das Werk seit 30 Jahren.) Es wird extrem mangelnde journalistische Qualität bemängelt.

Was der Schreiber ganz zu Anfang sagt: Es geht ihm NICHT darum ALDI zu verteidigen, sondern die Arbeit der beiden SPIEGEL-Autoren zu begutachten. Für mich läuft es letztlich eigentlich fast auf dasselbe hinaus, aber diesen Hinweis scheinen gewisse Leute, insbesondere die Autoren des Artikels und ihr Kronzeuge, bewusst zu ignorieren, um nicht darauf eingehen zu müssen und sich nicht in Frage stellen zu lassen. Gegen Kritik sind sie offenbar immun. Hier die insgesamt 4 Teile

- SPIEGEL vs. ALDI: Eine billige Polemik (1)
- SPIEGEL vs. ALDI: Eine billige Polemik (2)
- SPIEGEL vs. ALDI: Eine billige Polemik – Nachtrag: Sehr geehrte Frau Amann, sehr geehrter Herr Tietz…
- SPIEGEL vs. ALDI: Eine billige Polemik – Nachtrag 2: Sehr geehrter Herr Straub…

Was mich besonders fasziniert:

(1) Die Journalisten wie auch der Buchautor berufen sich implizit auf „viele“ Fernseh-Beiträge, die in letzter Zeit ALDI „entlarven“ sollen. Ich habe einige davon gesehen. Das Problem: Die sind auch nicht anders als dieser Artikel im SPIEGEL; für sie gilt zwangsläufig genau dieselbe Kritik. Und wenn 100.000 Fliegen Scheiße fressen, werde ich das trotzdem nicht tun.

(2) Ausgerechnet der Mitbewerber LIDL wird immer wieder gerne - wenn auch oft nur en passend - als Besser-Beispiel zu ALDI angeführt. Ausgerechnet! Das ist doch der Konzern, dem systematisches Ausspionieren und Mobben der Mitarbeiter nachgewiesen wurde; der Konzern, der PIN-Nummern von Kunden ausspionierte; der Konzern, der von einer Umweltschutz-Truppe erst schlechte Noten bei der Qualität von Frischwaren bekam und plötzlich mit an der Spitze stand, obwohl jeder - wirklich jeder! - in der Lieferantenkette sagte, es habe sich absolut nichts geändert - dafür verkaufte LIDL auf einmal das Magazin der Umweltschutz-Gruppe in Massen oder auch nicht (die übrig gebliebenen Magazine wurden nicht an die Gruppe zurückgegeben, sondern im Müll entsorgt und der Gruppe durch LIDL der Preis trotzdem überwiesen).

Mir stellen sich da bezüglich Punkt 2 Fragen:
- Wie kommt es, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (besonders der WDR und weitere ARD-Sender) zeitgleich so intensiv, aber ohne Strukturen nachzuweisen auf ALDI stürzen?
- Wie kommt es, dass dabei LIDL immer wieder als positives Gegenbeispiel genannt wird?

Bekommen die etwas von LIDL, das ALDI ihnen verweigert und deshalb wird ALDI jetzt niedergemacht?

Ich persönlich habe folgende Erfahrungen gemacht:
- Die Qualität bei ALDI stimmt fast immer.
- Die Qualität bei LIDL kommt da quantitativ nicht ran.
- Bei ALDI sehe ich - in den drei Filialen, die ich frequentiere - seit Jahren dieselben Gesichter, alles Stammpersonal.
- Bei LIDL sehe ich immer wieder Wechsel; nur eine Angestellte ist länger als 3 Jahre dort tätig, aber die arbeitet nur stundenweise. (Das soll nicht heißen, dass es überall so ist, aber das ist meine Erfahrung hier vor Ort.)

Wenn ich meine eigenen Erfahrungen mit diesen beiden Discountern zugrunde lege, dann beziehe ich klar Stellung: ALDI ja, LIDL nur, wenn’s nicht anders geht. Und wie zur Zeit auf ALDI geschossen wird, kann ich nicht begreifen - außer ich lege eine Kampagne zugrunde, die etwas erreichen soll, was entweder aus Böswilligkeit oder aus monetärem Antrieb geschieht.

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Die GEW schafft den Linksextremismus ab

Wenn solche Leute Schülern etwas beibringen, dann wundert es nicht, dass unsere Jugend verdummt:

Oliver Grote, Die Achse des Guten, 13.07.2012

Auf der Homepage der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) stellte der Soziologe Maximilian Fuhrmann unlängst die Frage, was Linksextremismus eigentlich sei. Wer nun eine Studie zu verschiedenen linksextremen Strömungen, eine gesellschaftliche Verortung oder eine sonstige sozialwissenschaftliche Untersuchung des Phänomens erwartet, wird verblüfft sein, denn es geht dem Autor um etwas gänzlich anderes: Er möchte zeigen, dass Linksextremismus gar nicht existiert! Weil Fuhrmanns Text ein Paradebeispiel für die verbreitete Unsitte ist, die Grenzen zwischen politischer und wissenschaftlicher Sphäre zu verwischen, möchte ich ihn nicht unkommentiert lassen.

Den Hintergrund des Berichts bildet eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Namen „Initiative Demokratie stärken“. Im Zuge dieser Kampagne wurde eine Lehrerhandreichung erarbeitet, die sich mit dem Phänomen des Linksextremismus und seinen Gefahren für die Demokratie befasst. Für Fuhrmann ist das reine Geldverschwendung. Nun ist sicherlich nichts dagegen einzuwenden, Ausgaben von Bundesministerien kritisch zu hinterfragen oder Lehrerhandreichungen zu überprüfen. In diesem Falle sind die Einwände gegen die Initiative aber von derart grundsätzlicher Natur, dass schnell das eigentliche Ziel des Autors deutlich wird: Fuhrmann geht es nicht um eine Kritik daran, auf welche Art und Weise die Initiative gegen Linksextremismus durchgeführt wurde, sondern um die Leugnung des Phänomens an sich. Hierauf deutet bereits die Schreibweise des Autors hin: Während ‚Rechtsextremismus‘ bei ihm ohne gesonderte Kennzeichnung auskommt, wird ‚Linksextremismus‘ stets in doppelten Anführungszeichen geführt. Allein hierdurch suggeriert Fuhrmann, dass es das Phänomen gar nicht gebe, also nur ein Konstrukt sei und dementsprechend auch nicht im Unterricht thematisiert werden dürfe.

Fuhrmann schreibt: „Politiker und Behörden, die bei jeder Gelegenheit Rechts- und ‚Linksextremismus‘ in einem Atemzug nennen, begründen dies häufig damit, dass beide Spektren den Kern der Verfassung, die ‚freiheitlich demokratische Grundordnung‘ (fdGo), ablehnten. Diese Sichtweise reduziert die politische Landschaft der Bundesrepublik auf das Bild, die demokratische Mitte sei von ‚feindlichen extremistischen‘ Rändern umgeben.“ Dies sei jedoch falsch: Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung wünschen sich 13,2 % der Bundesbürger einen Führer, der „mit starker Hand regiert“; 35,6 % befürchten eine Überfremdung der Gesellschaft durch Ausländer. Nur wenige dieser Bürger lehnten aber die freiheitliche demokratische Grundordnung ab, behauptet Fuhrmann nun – freilich ohne hierfür einen Beleg zu haben.

Gleichwohl er es nicht explizit ausspricht, will er hiermit anscheinend Folgendes sagen: Das Bekenntnis zur Demokratie allein wäscht niemanden von dem Verdacht rein, extremistische Positionen zu vertreten – soweit sicherlich richtig. Doch seiner weiterführenden Schlussfolgerung ist nicht so einfach zuzustimmen: Das Phänomen ‚Extremismus‘ habe nichts mit der Ablehnung der Demokratie zu tun, sondern sei allein durch „Rassismus, Antisemitismus und andere menschenverachtende Einstellungen“ gekennzeichnet. Aus diesem Grund kann es für Fuhrmann gar keinen Linksextremismus geben, da eine linksgerichtete Haltung diese Ausprägungen des Extremismus von vornherein ausschließe.

Sofort fällt auf: Selbst nach der Fuhrmannschen Auslegung des Phänomens ‚Extremismus‘ zählt ein Teil der Linken per definitionem zum extremistischen Spektrum, denn linker Antisemitismus ist weit verbreitet – diese Tatsache unterschlägt Fuhrmann einfach. Darüber hinaus halte ich es für sehr problematisch, solche politischen Strömungen als nicht-extremistisch aufzufassen, die auf die Abschaffung der demokratischen Grundordnung zielen. Gewiss, Rassismus ist ein möglicher Aspekt des Extremismus, aber nicht notwendige Voraussetzung. Generell sind solche Handlungen als extremistisch aufzufassen, die sich gegen die demokratische Grundordnung richten – egal, ob sie aus antikapitalistischem, antisemitischem, rassistischem oder einem ganz anderen Antrieb heraus erfolgen.

Fuhrmann begeht den Fehler, ganz bestimmte Phänomene wie Rassismus und Antisemitismus auf eine Stufe mit der grundsätzlichen Ablehnung der demokratischen und freiheitlichen Grundordnung zu stellen. Richtig ist vielmehr, dass diese Ordnung auf einer anderen Ebene angesiedelt ist: Ihre Aufgabe ist es zum einen, Verstöße gegen die Menschenrechte zu verhindern, also zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus; zum anderen soll sie die politischen Rechte der Bürger gewährleisten. Das bedeutet: Alle Rassisten verstoßen gegen die Grundordnung, aber nicht alle, die gegen die Grundordnung verstoßen, sind Rassisten – wohl aber Extremisten. Beiläufig sei bemerkt, wie sehr Fuhrmanns Argumentation dem Einwand derjenigen ähnelt, die behaupten, es könne keinen linken Antisemitismus geben. Die Leugner des linken Judenhasses erklären die Ablehnung des Rassismus und damit auch des Antisemitismus (wobei allein diese Gleichsetzung schon unzulässig ist) zum Strukturmerkmal linker Ideologie. Analog hierzu bezeichnet Fuhrmann den Rassismus als Strukturmerkmal des Extremismus, womit wiederum linkes Gedankengut von vornherein vom Verdacht des Extremismus freigesprochen werden soll. Beides sind apodiktisch aufgestellte Prämissen, die mit der Realität nichts gemein haben.

Überhaupt ist fehlender Realitätsbezug das Hauptproblem des Textes. Fuhrmann bemängelt etwa, dass es Behörden wie dem Verfassungsschutz, „die als Teil der Exekutive selbst nicht frei von politischen Interessenslagen sind, überlassen [wird], eine Grenze zwischen legitimer Kritik und Demokratiefeindlichkeit zu ziehen.“ Die Aufgabe des Verfassungsschutzes ist es nun aber, Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung zu unterbinden – freilich unter parlamentarischer Kontrolle. Fuhrmann hingegen scheint allen Ernstes zu glauben, dies falle in den Zuständigkeitsbereich von Soziologen. An einer anderen Stelle behauptet Fuhrmann: „Der ‚Linksextremismus‘ ist […] nur durch das schwammige Extremismusmodell definiert. Eine genauere Analyse der Phänomene, die als ‚linksextrem‘ gewertet werden, findet selten statt.“ Es soll also keine Initiative gegen Linksextremismus geben, weil es keine diesbezügliche Theorie gibt!

Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, war die RAF in Ermangelung einer Theorie zum Linksextremismus gar keine linksextremistische Terrororganisation. Und dieser Logik zufolge ist es daher auch nicht nötig, im Unterricht vor Linksextremismus zu warnen. Mir wäre allerdings wohler zumute, wenn sich Unterrichtsinhalte an der Realität orientierten. Genauso, wie die RAF selbst ihren Terror auf linke Theorien gründete, gibt es auch heute extremistische Bestrebungen, die erklärtermaßen aus einer linken Position heraus die Demokratie ablehnen – warum nimmt man die politische Selbstverortung dieser Gruppen nicht einfach ernst? Um Missverständnisse zu vermeiden: Keineswegs möchte ich sagen, dass wissenschaftliche Forschung über politische Ideologien unnötig wäre oder keinen Nutzen hätte – Aufgaben der Exekutive darf sie jedoch in keinem Fall übernehmen.

Um seine Dekonstruktion des Linksextremismus zu vollenden, versucht Fuhrmann Gewalttaten zu entpolitisieren, die gemeinhin als linkspolitisch motiviert gelten. Sein Beispiel sind die Berliner Ausschreitungen vom 1. Mai 2009: 87,5 % der festgesetzten Täter äußerten „erlebnisorientierte (Neugier, Spaß etc.)“, nicht aber politische Motive. Ob diese Aussagen der Täter valide sind, sei dahingestellt. Der Anlass der Ausschreitungen war jedenfalls die „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration”. Die heftigste Gewalt – vor allem gegen die Polizei gerichtet – kam aus einem Block von Demonstranten, die ein Banner mit der Aufschrift „Kapitalismus ist Krieg und Krise“ trugen. Der linke Hintergrund ist nur schwer zu übersehen. Natürlich mag es zutreffen, dass viele Gewalttäter nicht im eigentlichen Sinn politisch motiviert sind, sondern von der identitäts- und sinnstiftenden Wirkung der Bewegung angezogen werden. (Das gleiche trifft natürlich auch auf rechtsextreme Gewalttaten zu; seltsamerweise spricht Fuhrmann Delikten aus diesem Lager den politischen Charakter nicht ab.) Aber besteht nicht gerade an dieser Stelle die Gefahr? Bewirkt nicht gerade diese Eigenart der Ideologie ihre Attraktivität, vor allem für Jugendliche? Erscheint die Initiative des Familienministeriums, Linksextremismus in der Schule zu thematisieren, nicht gerade hierdurch grundsätzlich berechtigt?

Zu konstatieren bleibt in jedem Fall die Gewalt und ihr Ausgangspunkt: die extrem linke Ideologie. Ob diese nun politische oder „erlebnisorientierte“ Bedürfnisse der Täter befriedigt, ist für die Gewalt als Resultat zunächst unerheblich. Nach Gründen für extremistische Bestrebungen zu fragen oder Strukturmerkmale zu suchen, ist sicherlich sinnvoll und Aufgabe der Sozialwissenschaften. Extremismus zu bekämpfen und Angriffe gegen die Grundordnung zu sanktionieren, ist jedoch eine andere, genuin politische Aufgabe und hat mit Forschung nur mittelbar zu tun. Der Sozialwissenschaftler Fuhrmann verwischt die Grenzen der politischen und der wissenschaftlichen Ebene, indem er versucht, wissenschaftliche Theoriebildung zur alleinigen Grundlage verfassungsrechtlicher und politischer Handlungen zu erheben.

Am Ende bleibt die Frage, warum Fuhrmann sich überhaupt auf solch dünnes Eis begibt. Zu vermuten ist: Er will linke Ansichten von dem Verdacht befreien, Ausgangspunkt für kriminelle und verfassungswidrige Handlungen zu sein – angesichts der Geschichte der BRD ein zweifelhaftes Unterfangen. Falls er nur davor warnen wollte, linke Positionen grundsätzlich zu kriminalisieren, ist seine Generalkritik jedenfalls zu harsch ausgefallen. Möglicherweise möchte Fuhrmann aber auch einfach die Lehrerinnen und Lehrer vor einer lästigen neuen Aufgabe bewahren. Instruktiv für dieses Bestreben ist sein einleitender Absatz: „Kolleginnen und Kollegen müssen sich dafür rechtfertigen, dass sie sich gegen Rechts engagieren und erklären, warum sie nicht auch Projekte gegen ‚Linksextremismus‘ machen.“ Dieser Vorwurf ist absurd: Niemand möchte ernsthaft behaupten, dass Projekte gegen Rechtsextremismus falsch sind, und niemand muss sich für ein solches Engagement rechtfertigen. Angriffe auf die freiheitlich demokratische Grundordnung von der einen Seite abzuwehren, schützt jedoch leider nicht vor Angriffen von der anderen Seite.

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Das Europäische Friedensprojekt als Bedrohung des Friedens in Europa

Christian Ortner, 20.06.2012

Die Franzosen haben gerade mit klarer Mehrheit einen sozialistischen Staatspräsidenten und eine sozialistische Regierung gewählt, die zügig und mit großem Engagement daran arbeiten, as Land wirtschaftlich gegen die Wand zu fahren.

Angesichts eines künftigen Spitzensteuersatzes von 75 Prozent für Topmanager erwägen Konzernzentralen bereits, ins nichtsozialistische Ausland abzuwandern, wohlhabende Private emigrieren in die Schweiz. Angesichts prohibitiver Strafzahlungen bei Kündigungen wird von Firmen kaum noch Personal engagiert. Trotz einer Staatsquote von 56 Prozent und exzessiver Staatsschulden sollen noch zehntausende neue Beamte eingestellt und das Pensionsalter gesenkt werden.

Man braucht keinen Hauptschulabschluss, um zu erkennen, wo dieser staatschuldensozialistische Kurs eher früher als später hinführen wird: in ein völliges wirtschaftliches Desaster – so wie schon nach 1981 der erste Versuch französischer Sozialisten unter François Mitterrand, eine Art charmantere DDR mit guter Rotweinversorgung auf französischem Boden zu errichten.

Nun ist es das gute Recht der Franzosen, nichts aus der Geschichte zu lernen, sich einen ökonomischen Sprengstoffgürtel umzuschnallen und per demokratischer Wahl zu zünden. Blöderweise aber versucht die Eurozone unter dem Druck ihrer Gläubiger gerade desperat, so etwas wie eine Schuldenwohngemeinschaft zu werden, in der letztlich alle für alle haften und die Schulden aller die Schulden aller sind, auch wenn sich Deutschland da noch sträubt. Dadurch wird der französische Wirtschaftssuizid aber endgültig eine Problem der ganzen Euro-WG. Denn am absehbaren unerquicklichen Ende des Staatsschuldensozialismus wird der Versuch Frankreichs stehen, sich zum Zwecke der Konkursvermeidung Angela Merkels (oder wer auch immer dann Bundeskanzler sein wird) Gold Card zu schnappen; so wie das heute Griechen, Portugiesen und Spaniern ja recht erfolgreich gelingt.

Da stellt sich ernsthaft die Frage, ob in dieser europäischen Schuldenunion, die noch dazu am Rande der demokratischen Legitimität erzwungen wird, nicht zusammenwachsen wird, was ganz und gar nicht zusammengehört.

Es wird ein historisch überaus interessantes Experiment sein, wenn Deutschland unter den Bedingungen einer Fiskal- und Schuldenunion in ein paar Jahren das von den Sozialisten in die Pleite geführte Frankreich großflächig alimentieren muss – und sich die Grande Nation, atomare Siegermacht des Zweiten Weltkrieges, von einem als Brüssel getarnten Berlin die Kürzungen seines Budgets diktieren lassen muss.

Jener Hass, der Deutschland und seiner Kanzlerin nicht nur in Athen in diesen Tagen entgegenschwappt, war vermutlich eine harmlose Kostprobe jener Antipathien, die dann zwischen Deutschen und Franzosen hochlodern würden: ein wahrer Triumph des Friedensprojektes EU.

Da stellt sich mittlerweile – leider – die Frage, ob ein Ausstieg Deutschlands und des ihm verbundenen Stabilitätsblocks (inklusive Österreichs) aus der Eurozone nicht ein größerer Beitrag zum Frieden in Europa wäre als die Errichtung einer Schuldenunion mit den französischen Freunden und ihren suizidalen ökonomischen Ambitionen. (“Presse“)

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Die “geistige Elite” sind die Verbrecher

Im Tagesspiegel plädiert ein Professor “für Klimastrategie” an der norwegischen Schule für Management für die Einführung von “wohlmeinenden Diktatoren” “auf Zeit”. Er verspricht sich un ddem Leser, es würden dann richtige langfristige Entscheidungen getroffen werden können, zu denen die Demokratie unfähig ist.

Als positive Beispiele dafür führt er Rom und die Volksrepubilk China an.

Der Typ hat sie nicht mehr alle. Was muss man eigentlich alles an Fakten ignorieren, um solchen Mumpitz von sich zu geben?

Rom: Die Einführung der Diktatur brachte Bürgerkriege, massenhaft Tote (auch und gerade Römer), letztlich den Untergang des Reiches.

China: “seit 1949 regiert von der Kommunistischen Partei” scheint als Qualitätsmerkmal zu gelten. Und der Preis? Die Kulturrevolution mit Millionen Ermordeten, aber auch davor und danach eine menschenverachtende Politik. Weiterhin einer der größten Unrechtsstaaten der Welt, der sich in gewalttätigen Konflikten auf die Seite der Völkermörder stellt und mit seiner Macht Demokratien bedroht.

Das nennt der Professor Jorgen Randers “wohlmeinende Diktatoren” - sorry, aber solche Irren sind schlimmer als die oft diffamierten Stammtische. Gewaltherrschaften werden von den “Intellektuellen” und “Eliten” gemacht, nicht vom Plebs. Professor Rander ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man gewisse Leute nicht das Sagen haben lassen sollte!

(Quelle: tagesspiegel.de)

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Ausschüsse und Komitees

Eine Bekannte in den USA las, dass Präsident Obama ein “Atrocities Prevention Board” (Gräueltaten-Verhinderungs-Ausschuss) einrichtet, hatte nur folgende Worte dafür:

Ein Kamel ist ein Pferd, das von einem Komitee designt wurde.

Jeder “Macher” weiß, dass man, wenn man etwas verlangsamen will oder verhindern, dass es geschieht, einen Ausschuss oder ein Komitee bilden muss.

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„Earth Hour“

„Die teilnehmenden Gastwirte wollen zeigen, dass man auch ganz ohne Küchenelektronik und Strom etwas Besonderes herstellen kann.“

Das ist doch herzallerliebst. Wenn das so toll ist und so beweiskräftig, warum machen die das nicht immer so? Ach ja, dann könnten sie ihren Laden wohl dicht machen, denn er würde sich nicht mehr lohnen, oder?

Man fragt sich wirklich, was das ganze Spektakel soll. Es ist nicht auf Dauer praktikabel, wenn es so toll wäre, wie behauptet wird, dann würden sie das immer machen. Und DAS wäre dann effektiv. Nicht der einmalige Bohei von 60 Minuten Dauer!

Pressemitteilung der Stadt Leverkusen von Donnerstag, 22. März 2012

Leverkusener genießen ohne Licht

Restaurants, das Schloss Morsbroich und der Wasserturm schalten das Licht aus! Am Samstag, den 31. März, um 20.30 Uhr schalten in Leverkusen das Schloss Morsbroich, der EVL Wasserturm und die Restaurants “FachWerk”, das “Haus am Park”, “Schloss Morsbroich” und die “Olive” die Lichter aus. Sie nehmen an der Earth Hour teil, einer weltweiten Aktion für den Klimaschutz.

Die Restaurants lassen ihre Gäste nicht nur bei Kerzenlicht speisen. Für den besonderen Anlass bieten sie außerdem Köstlichkeiten mit Zutaten aus der Region an. “Denn Klimaschutz hat viel mit unserer Ernährung zu tun”, erklärt Ute Rommeswinkel, vom NaturGut Ophoven, die die Aktion in Leverkusen organisiert. “Fast ein Fünftel der deutschen CO2-Emissionen verursachen wir durch unsere Essgewohnheiten.”

Tierische Lebensmittel beispielsweise erzeugen 40 Prozent dieser ernährungsbedingten Treibhausgase - pflanzliche nur 8 Prozent. Obst und Gemüse, das außerhalb der Saison wächst, müsse in beheizten Treibhäusern angebaut oder aus anderen Ländern transportiert werden und verursache entsprechend hohe CO2-Emissionen. Regionale und saisonale Waren haben daher eine deutlich bessere Klimabilanz.

Die teilnehmenden Gastwirte wollen zeigen, dass man auch ganz ohne Küchenelektronik und Strom etwas Besonderes herstellen kann.

Im “FachWerk” in Bergisch Neukirchen wird erstmals das Brot in einem über 100 Jahre alten Steinofen zubereitet und es gibt eine besondere Karte mit regionalen Produkten.

In der Olive gibt es zum Candlelight-Dinner ein musikalisches Rahmenprogramm mit der Gitarristin Marion Preus. Es werden drei klimafreundliche Gerichte angeboten. Iris Merkel von der “Olive”: “Wir haben auch schon im letzten Jahr an der Earth Hour teilgenommen. Die Gäste waren begeistert und wir sind jetzt sogar schon ausgebucht.”

Friederike Wigers von der “Olive” ergänzt: “Wir haben dazu aufgerufen, dass möglichst viele Bekannte, Freunde und Gäste sich auch zu Hause an der Earth Hour am 31.3. beteiligen, denn man kann ja auch zu Hause Freunde oder Verwandte zu einem klimafreundlichen Abendessen bei Kerzenschein einladen.”

Auch die Stadt Leverkusen und die EVL beteiligen sich an der Earth Hour. Sie schalten den Wasserturm und das Schloss Morsbroich aus, um die Aktion symbolisch zu unterstützen.

Regina Steuernagel von der EVL: “Wir wollen den Bürgern zeigen, dass uns der Klimaschutz wichtig ist. Der Wasserturm bietet sich als Wahrzeichen von Leverkusen besonders gut an ein symbolisches Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.”

Restaurants, die sich an der Earth Hour beteiligen

Restaurant Olive, Opladener Platz 1, 51379 Leverkusen-Opladen, 02171/3405646

Restaurant Schloss Morsbroich, Gustav Heinemann Str. 80, 51377 Leverkusen-Manfort, 0214/4039058

Restaurant FachWerk, Burscheider Str. 106a, 51381 Leverkusen-Bergisch Neukirchen, 02171/33232

Haus am Park, Bismarckstraße 186, 51373 Leverkusen-Bürrig, 0214/49788

Hintergrund zur weltweiten “Earth Hour”

In diesem Jahr findet die Earth Hour zum sechsten Mal statt. Organisiert wird die weltweite Kampagne vom WWF (World Wild Life Fund) www.earthhour2012.de.

Die Earth Hour begann 2007 in Sydney. Inzwischen ist die Earth Hour eine globale Bewegung und jedes Jahr machen mehr Menschen mit.

In über 100 Ländern werden für eine Stunde die Lichter an und in öffentlichen und privaten Gebäuden ausgeschaltet, um mehr Klimaschutz zu fordern. Berühmte Gebäude wie der Eiffelturm in Paris, der Big Ben in London oder das Empire State Building in New York tauchen in Dunkelheit. In Deutschland nehmen in diesem Jahr bereits 75 Städte wie Köln, Dresden oder Münster und Leverkusen an der Kampagne teil.

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